Im Jahr 1936 unter dem Namen "Bau Finanzierungsgesellschaft" von Hans-Klaus Fischer, dem Großvater
des derzeitigen Geschäftsführers, gegründet, sollte sich das Unternehmen mit der Übernahme, Durchführung,
Finanzierung von Bauaufträgen sowie dem Erwerb, der Veräußerung und der Verwaltung von Grundbesitz beschäftigen.
Nach heutigem Sprachgebrauch war das Unternehmen also ein Bauträger. Kurz vor Kriegsende bestanden die
wesentlichen Aufträge in der Herstellung von Behelfsbauten in einem monolytischen "Guss"-Verfahren aus
Leichtbeton. Daher wurde 1944 aus der Bau-Finanzierungsgesellschaft die Guss-Baugesellschaft und dieser
Name blieb im Kern bis heute erhalten.
Nach 1945 beschäftigte sich die GUSSBAU mit der Trümmerverwertung in München. Der Schutt wurde tatsächlich
nicht nur "geräumt": Mit enormen Personalaufwand und einfachsten Werkzeugen fertigte man Ziegelsplitt,
Ziegelsplittsteine und Nebenprodukte wie den Münchner Urbau, ein für die Landwirtschaft damals
hochwillkommenes Kalkdüngemittel. Das für die heutige Tätigkeit des Unternehmens maßgebliche Projekt wurde
dann in den Jahren 1951 bis 1954 durchgeführt: Auf einem firmeneigenen Grundstück an der Ecke
Agnes-Bernauer-/Friedenheimerstraße errichtete Hans-Klaus Fischer mit dem von ihm entwickelten großformatigem
Wabenstein aus Ziegelsplitt ca. 350 Wohnungen, einige Ladengeschäfte und eine Gaststätte. Die Finanzierung
einer so umfangreichen Baumaßnahme war für ein kleines Unternehmen fast nicht möglich, konnte schließlich
aber mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus dargestellt werden.
Auch in den folgenden Konsolidierungsjahren wurden - dann schon unter der Leitung von Maria Fischer, der
Witwe des Firmengründers - und seiner Söhne weitere Wohnungen in Laim erstellt. Weitere Bauvorhaben in
Ismaning sowie der Erwerb rein gewerblich genutzter Immobilien in Planegg und Puchheim ergänzten den Bestand.
Die bisherige, erfolgreiche Unternehmensstrategie wird auch unter der Geschäftsführung in der 3. Generation
beibehalten werden: Die vorhandenen Vermögenswerte optimal nutzen und konsequent erhalten, gleichzeitig
jedoch mit der Ertragskraft zeitgemäße und zum Bestand passende neue Objekte erwerben oder herstellen.
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